Newsletter unserer Fraktion / Juli 2022

Die letzte Stadtverordnetenversammlung vor der Sommerpause fand bei großer Wärme statt, die Debatten waren jedoch insgesamt nicht ganz so hitzig wie bei der da vorigen Stadtversammlung. Besonders freut es uns, dass wir zwei, für Frauen und Mädchen wichtige Anträge mit eingebracht und beschlossen haben: Es wird ein Pilot für „kostenfreie Menstruationsprodukte auf öffentl. Toiletten“ gestartet und es wird ein politisches Mentoringprogramm für junge Frauen geben. Auch konnten wir wichtige Entscheidungen für den Erhalt und Aufwuchs der Offenbacher Stadtbäume beschließen. Denn Bäume sind die Klimaanlage der Stadt. Und dieses Thema hat gezeigt: Das von uns Grünen in der Stadt etablierte Schwammstadtprinzip ist inzwischen in der Mitte der Offenbacher Gesellschaft angekommen.

Soziale Themen sind und bleiben bei uns weiterhin besonders im Fokus. Insofern freuen wir uns sehr, dass wir eines unserer wichtigen Anliegen nun mit dem Koalitions-Antrag „Aktionsplan gegen Kinderarmut“ einbringen konnten. Damit ist ein erster wichtiger Schritt getan.

Viel Spaß beim Lesen wünschen
Sybille und Tobias

Rede unserer Fraktionsvorsitzenden Dr. Sybille Schumann zur Magistratsvorlage „Errichtung eines Gmynasiums“

Im Februar 2017 ist etwas wegweisendes passiert! Es war der Beginn einer neuen Ära für Offenbach! Damals noch unter der Regierung der alten Koalition von CDU, FDP und uns Grünen. Erstmalig haben wir in einem Ergänzungsantrag, der in diesem Punkt unter der Federführung von uns Grünen entstanden ist, beschlossen, dass Soziale Infrastruktur bei Bauvorhaben, auch von Investoren in einer wachsenden Stadt mitgedacht werden muss und wir als Stadt diese Infrastruktur nicht alleine finanzieren können, sondern sich die Bauträger daran beteiligen müssen. Erstmals wurde konkret beschlossen, dass die Kosten des Baus einer Kita, von einem Entwickler, hier Aurelius, in jedem Falle zu tragen sind. Das hat bei vielen anderen Projekten hiernach Schule gemacht.

Rede unserer Stadtverordneten Hülya Selcuk-Tuna zum Antrag „Aktionsplan gegen Kinderarmut“

Armut ist in Deutschland ein immer größer werdendes Thema und Problem. Die Zahlen der Menschen, die von Armut betroffen oder bedroht sind, steigen jährlich.
Es ist bewiesen, dass Kinder im Alter von 8-10 Jahren aus Elternhäusern, die gering verdienend sind, sich schon in diesem Alter für den Rest ihres Lebens benachteiligt fühlen. So entsteht ein Empfinden der Stigmatisierung, dass sich dauerhaft bei den Kindern einprägen kann, oft ein Leben lang.
Mit diesem Antrag wollen wir eine bessere und intensivere Koordination und Vernetzung der verschiedenen Akteur:innen und Organisationen erreichen. Und es geht darum so niedrigschwellig wie möglich Gesprächsangebote zu schaffen, um den Familien die Hilfen anbieten zu können, die sie brauchen. Im Kampf gegen Kinderarmut kann es keine Schmalspurlösungen geben. Es wird ein gutes Stück Arbeit, die sich aber lohnen wird.

Rede unserer Stadtverordneten Dr. Sabrina Engelmann zum Antrag „Empowermnt durch politisches Mentoring für Mädchen und junge Frauen in Offenbach“

Mit dem vorliegenden Antrag bringen wir ein aus der Stadtverordnetenversammlung heraus initiiertes Mentoring-Programm für junge Frauen und Mädchen in Offenbach auf den Weg, was mich sehr freut.
Unser Ziel ist es für Mädchen und junge Frauen in Offenbach das Thema der Kommunalpolitik ein wenig zugänglicher zu machen, ihnen die Tür zu öffnen und sie hier willkommen zu heißen, falls sie sich dafür entscheiden, aktiv mitmachen zu wollen.

Dem Wohnungsverlust vorbeugen

Um künftig mehr Menschen bei drohenden Wohnungsverlust und damit einhergehender Wohnungslosigkeit zu bewahren wollen die Koalitionsfraktionen eine Wohnungssicherungsstelle schaffen, die die komplexen und vielseitigen Problemlagen und Gründe für drohenden Wohnungsverlust erkennt und durch ein entsprechend angepasste Beratungs- und Unterstützungsstrukturen präventiv dazu beiträgt Wohnungsverluste zu verhindern. Mit ihrem Antrag beauftragen die Koalitionär:innen die Verwaltung ein Konzept für eine Wohnungssicherungsstelle zu erstellen. „Wohnraum genießt einen besonderen Schutz und es ist eine zentrale kommunale Aufgabe Wohnungs- und Obdachlosigkeit zu verhindern“, so die Fraktionsvorsitzenden.

Bildung als Schlüssel zum Erfolg Wirklichkeit werden lassen

Schule ist nicht einfach nur ein Ort, an dem Wissen vermittelt wird. Schule muss als Ort der Erziehung auch darauf achten, dass die Kinder und Jugendlichen ihre Talente entfalten können und sozial miteinander umgehen. Schulsozialarbeit ist das Mittel der Wahl.
In einer Stadt wie Offenbach, die bis heute mit massiven sozialen Konflikten, Spannungen und Verwerfungen zu kämpfen hat ist die Evaluation der Schulsozialarbeit ein Prioritätsthema, wenn wir es mit der Bekämpfung von Armut, Diskriminierung und sozialer Benachteiligung ernst meinen!

Rede unseres Stadtverordneten Kai Schmidt zum Antrag „Verbesserung der Schulwegesicherheit und der Verkehrssituation vor Schulen“

Wir wollen mit diesem Antrag prüfen, welche Maßnahmen zur Herstellung der Schulwegesicherheit bisher getroffen wurden, was noch getan werden muss und was nicht geht.
Und wir wollen das Problem der berühmten Elterntaxis angehen.
Alle Fachleute sagen, dass eine Verringerung der Anzahl der berühmten Elterntaxis, die im ganzen Land zum Problem geworden sind, nicht nur in Offenbach, kein Unterfangen ist, dass mit einfachen Maßnahmen ruckzuck zu beseitigen ist. Manche in diesem Haus suggerieren, ein paar kleine Veränderungen in der Verkehrssituation vor den Schultoren können das Problem aus dem Weg räumen, aber das ist nicht so.

1 9 10 11 12 13 14