Mit den letzten Novellen im Baurecht, zunächst der hessischen Bauordnung, dann des Baugesetzbuches sind viele, viele Regelungen, welche wir seit Jahren kennen verändert worden. Zugunsten schnelleren Bauens aber gleichsam, so finde ich, auch kritisch was Nachhaltigkeit, Lebensqualität und Stellplatzordnungen angeht. Daher ist es sehr, sehr wichtig, dass die zusammenfassende Präsentation zum Bauturbo auch den Stadtverordneten (zumindest jenen des USV) der neuen Legislaturperiode vorgestellt wird. Und dass wir in Offenbach einen Beschluss fassen wie und unter welchen Umständen mit welchen Schwerpunkten wir Projekte im Bauturbo zu Gunsten von mehr Wohnraum umsetzen wollen. Zum Beispiel unter der Maßgabe, dass bei Bauturboprojekten die Energieeffizienz, Lebensqualität und auch die Anzahl von bezahlbaren und geförderten Wohnungen angehoben werden muss.
Umwelt, Planen, Bauen
Rede unserer Fraktionsvorsitzenden Dr. Sabrina Engelmann zur Änderung des Bebauungsplanes „Strahlenbergerstraße Ost“
Die Betongerippe am Kaiserlei prägen seit Jahren den Eingang unserer Stadt. Mit dem heute vorliegenden Einleitungsbeschluss zur Änderung des Bebauungsplans schaffen wir die rechtliche Grundlage dafür, dass hier ein lebendiges Quartier entstehen kann.
Das Kaiserviertel wird ein gemischt genutztes Quartier mit einem klaren Schwerpunkt auf Wohnen. Über 1.100 Mietwohnungen, Plätze für Studierende und Auszubildende sowie geförderter Wohnraum ermöglichen soziale Vielfalt. Diese Mischung ist uns wichtig, weil so Menschen mit unterschiedlichen Hintergründen, Einkommen und Lebensentwürfen hier zusammenfinden.
Rede unseres Fraktionsvorsitzenden Tobias Dondelinger zur Erweiterung und Unterstützung des Waldzoos Offenbach
Wenn wir über den Waldzoo sprechen, dann kennen wahrscheinlich die Allermeisten von uns aus eigener Erfahrung das Thema. Entweder, weil sie selbst als Kind schon da waren oder weil sie, wie ich, mit ihren Kindern immer mal gerne das Angebot dort genutzt haben. Dabei ist der Waldzoo ein Zoo, der wie ich finde, gut zu Offenbach passt. Bodenständig, ehrlich und nicht vor Reichtum strotzend. Aber halt ein Ort, den wir alle lieb haben. Allein deshalb finde ich es angemessen und richtig, dass wir dem Zoo eine Perspektive geben und den ehrenamtlichen Händen, die diese Offenbacher Institution am Laufen halten einen sicheren Weg in die Zukunft weisen.
Rede unserer Fraktionsvorsitzenden Dr. Sabrina Engelmann zum Lückenschluss des Anlagenrings am Sana-Klinikum
Mit diesem Anliegen stehen wir Grünen in einer langen Offenbacher Tradition: Schon 1842 gab es eine erste Bürgerinitiative, die die Idee eines baumgesäumten Flanierrings um die Stadt entwickelte. Unser jetziger innenstädtische Grünring geht auf einen Beschluss aus dem Jahre 1902 zurück unter der Ägide von Leonhart Eißnert. Es ist also nicht ganz abwegig zu sagen: Wir fassen hier, zusammen mit der Vorlage zum Goethering, einen echten Jahrhundertbeschluss!
Rede unseres Fraktionsmitglieds Dr. Sybille Schumann zur Umgestaltung des Goetherings
Ich bin glücklich, – wenn der Goethering umgestaltet wird. Variante Sonnenseite. Gemäß fachlicher Prüfung und letztendlich ein tolles Ergebnis. Wenn ich die Augen zu mache träume ich schon davon, wie schön das werden wird und wie ich irgendwann einmal über diesen Teil des Nordringes gen Main, Hafen 2 und den Park am Nordkap flanieren kann. Oder allmorgendlich über die Fahrradspur zum Mainradweg fahren kann, ohne im Risiko zu sein auf diesem Stück von einem LKW erfasst zu werden.
Rede unseres Fraktionsvorsitzenden Tobias Dondelinger zur wirksamen Ahndung von Müllverstößen
Der Antrag der CDU behandelt ein wichtiges Thema und wir teilen die Analyse der CDU, dass wir dieses Thema weiter aktiv bearbeiten müssen. Da allerdings hört die Einigkeit schon auf. Was die CDU allerdings hier vorschlägt ist nichts anderes als Symbolpolitik.
Rede unseres Fraktionsmitglieds Dr. Sybille Schumann zum Ofa-Antrag „Kleingartenentwicklungskonzept“
Wir Grünen wollen, dass es auch zukünftig Kleingartenanlagen in Offenbach gibt und sie möglichst erhalten bleiben. Die Forderung für ein stadtweites Kleingartenentwicklungskonzept steht im Übrigen auch in unserem aktuellen Wahlprogramm. Ich zitiere: „Kleingärten sind für uns ökologisch wie sozial unverzichtbar. Sie schaffen Biotope, fördern Artenvielfalt und bieten Raum für Begegnung und Erholung. Deshalb wollen wir ein stadtweites Kleingartenkonzept entwickeln, das Kleingärten langfristig erhält und Ersatzflächen vorsieht, wenn Gärten weichen müssen.
Rede unserer Fraktionsvorsitzenden Dr. Sabrina Engelmann zum „Probebetrieb zur Entwicklung des Blockinnenbereichs Hospitalstraße/Mittelseestraße“
Wir wollen, dass die Fläche am Ende so gestaltet wird, wie wir es gemeinsam beschlossen haben: offen, grün, zugänglich und mit echtem Mehrwert für das Quartier. Und wir brauchen die Sicherheit, dass die Fläche nicht dauerhaft in einer Zwischenlösung hängen bleibt.
Der vorliegende Antrag stellt sicher, dass wir den Weg zum Park nicht aus den Augen verlieren und dass die Entscheidungen, die wir treffen, solide, gut begründet und nachvollziehbar sind.
Rede unserer Fraktionsvorsitzenden zum Haushalt 2026
Gestern wurde der Haushalt 2026 beschlossen. Somit sind wichtige Weichen für das kommende Jahr gestellt.
Die Reden unserer Fraktionsvorsitzenden Dr. Sabrina Engelmann und Tobias Dondelinger in der gestrigen Stadtverordnetenversammlung zum Haushalt beleuchten Hintergründe und Details und vor allem den Blick der Offenbacher Grünen auf die gemeinsame erfolgreiche Arbeit der Koalition und einen Ausblick auf 2026.
Rede unserer Stadtverordneten Nata Kabir zur Station Mitte
Die Station Mitte kommt. Gut so. Damit zieht die Stadtbücherei ins Zentrum der Stadt. Heute wurde in einer Haushaltsrede moniert, dass es sich um eine Verfünffachung der Fläche handelt. Irgendwie höre ich da raus, dass das überflüssig sei. Nein. Das verkennt Offenbacher Realitäten. Zu wenige Kinder in dieser Stadt können hier vernünftig lernen an einem eigenen Schreibtisch. Die Kinder und Jugendlichen und auch viele andere Menschen in dieser Stadt werden diesen Raum füllen, da bin ich unbesorgt, denn aktuell – vor allem in Prüfungszeiten, aber auch sonst – stapeln sich die jungen Menschen dort.
Es geht darum, ob man dieses Bildungs- und Kulturprojekt sieht, will und vorantreibt. Wir tun das.