Rede unseres Fraktionsvorsitzenden Tobias Dondelinger zum Antrag „Leinenpflicht im Offenbacher Stadtwald“

Fraktionsvorsitzender Tobias Dondelinger
Fraktionsvorsitzender Tobias Dondelinger

Sehr geehrter Herr Stadtverordnetenvorsteher, sehr geehrte Damen und Herren,

vor etwa drei Jahren haben wir, damals in einer anderen Regierungskonstellation, gemeinsam mit den Freien Wähler, der FDP und der CDU beschlossen, im Offenbacher Stadtwald eine Leinenpflicht einzuführen.

Seinen Ausgang nahm dieser Antrag bei einem Bericht des Revierförsters, der sich einen besseren Schutz der Waldfauna vor freilaufenden Hunden wünschte und zu berichten wusste, dass häufig Jungtiere aufgestöbert und manchmal auch gerissen wurden.

Auch gab es immer wieder Berichte von Menschen mit Hundeangst, die den Wald rund um Offenbach kaum noch zur Erholung nutzen können, weil sie vor den freilaufenden Hunden Angst haben. Diesem doppelten Nutzungskonflikt wollten wir in der damaligen Koalition zugunsten der Waldfauna und zugunsten der Bürger:innen mit Hundeangst abhelfen.

In den vergangenen Jahren wurde uns jedoch durch die Verwaltung gespiegelt, dass sich eine Umsetzung als schwieriger erweist, als es die damalige Koalition aus CDU, Grünen, FDP und FW dachte. Der Antrag der Freien Wähler, den damaligen Beschluss aufzuheben ist an dieser Stelle also ein adäquater Ansatz, da eine Umsetzung nicht absehbar ist.

Entsprechend werden wir dem zustimmen. Es bleibt aber das Ziel unserer Politik, einen bestmöglichen Schutz der Waldfauna hinzubekommen und gerade langsame und unerfahrene Jungtiere davor zu schützen, aufgestöbert oder gerissen zu werden und auch die Bürgerinnen und Bürger, die Angst vor Hunden haben, verdienen es, den Wald gelegentlich angstfrei betreten zu können. Wir machen uns daher weiter dafür stark, dass im Wald in der Brut- und Setzzeit von Mitte März bis Juli eine Leinenpflicht gilt und auch durchgesetzt wird, so dass der Ausgleich zwischen Mensch und Natur in unserem Wald besser gelingen kann und ich würde mich freuen, wenn die zuständigen Dezernent:innen dieses Thema auch in ihre Ämter geben würden.

Auch das ist manchmal Kommunalpolitik. Man sieht ein Problem, man überlegt sich eine Lösung, von der man überzeugt ist und versucht sie dann umzusetzen. Und manchmal zeigt sich dann, dass es nicht so geht, wie man sich das überlegt hat. Dann sollten wir alle so souverän sein, einen Beschluss zurückzunehmen und die Lösung auf anderem Weg herbeizuführen. In diesem Fall ist das unser Weg. Wir stimmen dem Antrag der FW zu.

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