Verkehrsträger gleichberechtigt in den Blick nehmen

Stadtpolizei erhält Fahrradstreife

Rechtzeitig vor der Fahrradsaison bringen die Koalitionsfraktionen einen Antrag ein um der Stadtpolizei eine Fahrradstreife zu ermöglichen. Damit sie künftig auch auf zwei Rädern auf Streife gehen kann erhält sie E-Bikes, Helme und co. Den Grünen geht es dabei nicht nur um mehr Bewegung an der frischen Luft für die städtischen Ordnungshüter:innen.

„Das ist ein weiterer kleiner Schritt zur Gleichberechtigung zwischen den Verkehrsträgern und hin zu einer fahrradfreundlicheren Stadt“, erklärt der grüne Fraktionsvorsitzende Tobias Dondelinger. Eine Fahrradstreife sei zum einen ein wichtiges Signal, auch der Bürgernähe. Zum anderen aber sei der Blick auf den Verkehr aus dem Sattel ein völlig anderer als aus dem Auto“, ist sich Dondelinger sicher. So sind Radfahrer:innen die vielen, vermeintlich kleinen, Gefahrensituationen des Alltags bewusst: Vom Auto, das kurz mal auf dem Fahrradstreifen abgestellt wird, bis zur Baustelle, an der der Radweg einfach kommentarlos plötzlich endet.

„Fuß- und Radverkehr brauchen mehr Schutz, denn sie haben kein schützendes Blech um sich“, ist Dondelinger überzeugt. Und gibt zu: Manchmal brauche es auch Regulierung durch die Ordnungsbehörden. Eine Verwarnung komme aber meist besser an, wenn das Gegenüber auch auf dem Rad statt im Auto sitzt.

Die Grünen rechnen mit breiter Zustimmung zum Antrag, da die Initiative nicht bloß im KOA-Vertrag verankert ist, sondern im vergangenen Sommer gemeinsam mit den Oppositionsparteien CDU und Freien Wählern eingebracht und beschlossen wurde.

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