Rede von Nata Kabir in der Stadtverordnetenversammlung
In diesem Sommer startet das Recht auf ganztägige Bildung und Betreuung. Endlich!
Grundschülerinnen und -schüler verbringen also künftig immer mehr Zeit in der Schule. Auch vor dem Hintergrund klimatischer Veränderungen wird es in Zukunft noch wichtiger sein, dass wir unsere Schulen dafür fit machen – drinnen wie draußen.
Bei den Gebäuden ist Offenbach noch nicht am Ziel, aber schon auf einem ganz guten Weg. Mit der heutigen Magistratsvorlage nehmen wir die Schulhöfe in den Blick. Auch sie sollen fit werden für die klimatischen Herausforderungen, die schon da sind und für die, die absehbar noch kommen werden. Denn um auf einem Schulhof zu spielen und zu toben, muss man es dort auch aushalten können. Deshalb müssen sie vor allem in stark versiegelten, überhitzten Teilen der Stadt entsiegelt und begrünt werden, aber auch mit Schatten und geeigneten Wasserselementen versorgt werden. Das ist wichtig für die Kinder, aber auch für die gesamte Umgebung im Quartier. Denn ein guter Umgang mit Regenwasser im Sinne der Schwammstadt und Begrünung helfen auch dem Mikroklima in der Umgebung.
An dieser Stelle möchte ich einen ganz großen Dank an die beteiligten Dezernate und ihre Verwaltungen aussprechen. Sabine Groß und Paul-Gerhard Weiß haben sich auf ihren letzten Metern noch mit vollem Engagement für klimaangepasste Schulen eingesetzt und diese Vorlage erarbeitet. Die beiden werden in Kürze nicht mehr verantwortlich sein, ich hoffe dennoch, dass auch bei der neuen Koalition klimatische Anpassungen der Schulen nicht hinten runterfallen, zum Wohle der Kinder in unserer Stadt.
Das zur Verfügung stehende Geld stammt aus Investitionsmitteln des Bundes, wir Grünen haben es mit dem letzten Haushalt für Investitionen in Klimamaßnahmen gesichert. 800.000 € sind ein Start für ein Pilotprojekt. Das sollten wir idealerweise da nutzen sollten, wo es erstens viel zu heiß wird und wo zweitens ohnehin Baumaßnahmen anstehen, um Synergieeffekte zu nutzen – vielleicht lässt sich auf diese Weise auch etwas Geld sparen.
In jedem Fall ist dieses Geld gut investiert und kann uns aufzeigen, wie wir zukunftsfähige Schulhofgestaltung an Grundschulen aussehen kann.
Es gibt noch eine weitere Person, an die ich an dieser Stelle einen lieben Dank aussprechen möchte, nämlich meine ehemalige Fraktionskollegin Brigitte Koenen, die sich viele Jahre mit großer Vehemenz für gute, große Schulhöfe in Offenbach eingesetzt hat. Und mit diesem Anliegen lag sie auch so manchem Dezernenten häufiger in den Ohren. Ich würde mich über Ihre breite Zustimmung freuen, damit ich Brigitte morgen mit einer guten Nachricht anrufen kann. Danke!