Rede unserer Fraktionsvorsitzenden Dr. Sabrina Engelmann zur Änderung des Bebauungsplanes „Strahlenbergerstraße Ost“

Sehr geehrter Herr Stadtverordnetenvorsteher, liebe Kolleg:innen,

die Betongerippe am Kaiserlei prägen seit Jahren den Eingang unserer Stadt. Mit dem heute vorliegenden Einleitungsbeschluss zur Änderung des Bebauungsplans schaffen wir die rechtliche Grundlage dafür, dass hier ein lebendiges Quartier entstehen kann.

Das Kaiserviertel wird ein gemischt genutztes Quartier mit einem klaren Schwerpunkt auf Wohnen. Über 1.100 Mietwohnungen, Plätze für Studierende und Auszubildende sowie geförderter Wohnraum ermöglichen soziale Vielfalt. Diese Mischung ist uns wichtig, weil so Menschen mit unterschiedlichen Hintergründen, Einkommen und Lebensentwürfen hier zusammenfinden. Gleichzeitig haben wir uns bewusst für eine geringere bauliche Dichte eingesetzt, um gute Wohnqualität, ausreichend Freiräume und eine ausgewogene städtebauliche Struktur zu sichern.

Damit ein Quartier wirklich funktioniert, braucht es soziale Infrastruktur. Kitas, Räume für Begegnung, Kultur und Nachbarschaft sowie eine gesicherte Nahversorgung gehören für uns von Anfang an dazu. Nur wenn Wohnen, Arbeiten, Mobilität und soziale Angebote zusammengedacht werden, entsteht ein dauerhaft lebendiger Ort.

Ebenso wichtig ist uns die ökologische Qualität. Klimafreundliches Bauen, energieeffiziente Standards, erneuerbare Energien und Grün- und Freiräume verbessern das Mikroklima und machen das Quartier zukunftsfähig. Das Energiekonzept setzt auf moderne Technik und effiziente Wärme- und Stromversorgung – das senkt den Verbrauch, reduziert Abhängigkeiten und entlastet die Menschen bei den Nebenkosten.

Mit der Änderung des Bebauungsplans gehen wir einen weiteren Schritt zur Umsetzung der Ziele, die wir bereits im Letter of Intent mit der ABG vereinbart haben. Daher bitte ich um Ihre Zustimmung.

Vielen Dank.