Nach der Abwahl von Bürgermeisterin Sabine Groß würdigen die Offenbacher Grünen deren langjährige Arbeit für die Stadt. Mit Sabine Groß scheidet eine Politikerin aus dem Magistrat aus, die Offenbach mit großem Engagement, hoher Sachlichkeit und einem klaren Blick für die Menschen in dieser Stadt geprägt hat.
„Sabine Groß hat Politik nie als Selbstzweck verstanden. Ihr Maßstab war immer, was den Menschen in Offenbach konkret hilft: Kindern und Familien, Jugendlichen, Menschen in schwierigen Lebenslagen, den Stadtteilen und einer Stadt, die sich auf Klimakrise, Verkehrswende und sozialen Zusammenhalt einstellen muss“, erklären die Sprecher:innen der Offenbacher Grünen, Elmar Werner und Regina Umbach-Rosenow.
Die Grünen danken Sabine Groß ausdrücklich auch persönlich. „Wer mit Sabine Groß zusammengearbeitet hat, hat ihre Verlässlichkeit, ihre Beharrlichkeit und ihre tiefe Verbundenheit mit Offenbach erlebt. Sie hat zugehört, abgewogen, gestritten, wenn es nötig war, und Verantwortung übernommen. Dafür sind wir ihr sehr dankbar.“
In ihrer Amtszeit wurden wichtige Grundlagen gelegt, die weit über den Tag hinausreichen. Dazu zählen Maßnahmen zur Klimaanpassung, Konzepte für Wasser, Wald, Wärmeplanung, Entsiegelung und Begrünung sowie Projekte, die Offenbach besser auf Hitze, Starkregen und Trockenperioden vorbereiten. Auch in der Mobilität setzte Sabine Groß Impulse: sichere Rad- und Schulwege, die Weiterentwicklung des öffentlichen Nahverkehrs, Carsharing, Ladeinfrastruktur und die frühe Umstellung auf E-Busse stehen für eine Politik, die Klimaschutz, Sicherheit und Alltagstauglichkeit zusammendenkt.
Besonders wichtig war den Grünen Sabine Groß’ Einsatz für Kinder, Jugendliche und Familien. Neue Kitaplätze, der Aktionsplan gegen Kinderarmut, Jugendhilfe an Grundschulen, Angebote für queere Jugendliche und die Weiterentwicklung des Jugendzentrums Lauterborn zu einem Familienzentrum stehen für konkrete Verbesserungen im Alltag vieler Menschen. Auch während der Corona-Pandemie übernahm Sabine Groß Verantwortung – unter anderem mit mobilen Impfangeboten, Tests in Kitas und der Zusammenarbeit mit Vereinen, Religionsgemeinschaften und Migrant:innenorganisationen.
Sabine Groß steht damit in einer langen grünen Offenbacher Tradition: Grüne Dezernent:innen wie Ingrid Borretty, Bürgermeisterin a.D. Birgit Simon und Bürgermeister a.D. Peter Schneider haben in dieser Stadt immer wieder Themen gesetzt, die zunächst unbequem oder neu waren – und später selbstverständlich wurden. Ökologie, soziale Gerechtigkeit, Beteiligung, moderne Mobilität und der Blick auf kommende Generationen gehören heute zu den Maßstäben kommunaler Politik. Sabine Groß hat diese Linie fortgeführt und ihr einen eigenen, sehr praktischen und den Menschen zugewandten Ausdruck gegeben. „Für uns Grüne ist es schmerzlich, dass wir in den kommenden fünf Jahren im Magistrat nicht mehr unmittelbar an der Gestaltung dieser Themen mitwirken können. Gerade Klimaanpassung, soziale Infrastruktur, Kinder- und Jugendpolitik und sichere Mobilität brauchen Kontinuität, Verlässlichkeit und den Mut, über eine Wahlperiode hinaus zu denken“, so Werner und Umbach-Rosenow.
Gleichzeitig gratulieren die Offenbacher Grünen Andreas Bruczynski und Helena Wolf zu ihren neuen Aufgaben. „Wir wünschen Andreas Bruczynski als künftigem Bürgermeister und Helena Wolf als neuer Dezernentin ein gutes Händchen, Umsicht und Erfolg für Offenbach. Wer Verantwortung für diese Stadt übernimmt, verdient einen fairen Start. Wir werden ihre Arbeit konstruktiv begleiten – kritisch, wo es nötig ist, und unterstützend, wo es Offenbach voranbringt.“
Die Grünen betonen, dass begonnene Projekte nicht aus parteipolitischen Gründen gebremst oder zurückgedreht werden dürften. Entscheidend sei, dass Offenbach bei Klimaanpassung, sozialem Zusammenhalt, Familienfreundlichkeit und Verkehrssicherheit weiter vorankomme.
„Sabine Groß hat Offenbach mit Haltung, Ausdauer und Herz gedient. Sie hat Zukunftsthemen nicht nur benannt, sondern in konkrete Verbesserungen übersetzt. Dafür sagen wir: Danke, Sabine.“
