Die Grünen Stadtverordnetenfraktion ist solidarisch mit den Gewaltopfern schwulenfeindlicher Angriffe und fordert verstärkte Präventionsarbeit der Stadt durch die queere Jugendarbeit und Antidiskriminierungsstelle
„Wir Grünen sind entsetzt über das hinterhältige Zusammenschlagen von schwulen Männern in Offenbach“, reagieren die Grünen Sozialpolitikerin Hülya Selçuk-Tuna und die Fraktionsvorsitzende Dr. Sabrina Engelmann auf die Nachricht von wiederholter Gewalt gegenüber Männern aus der LGBTIQ*-Community.
„Schwule Männer sind, genauso wie die übrigen Angehörigen der LGBTIQ*-Gemeinschaft, unsere Brüder, Verwandte, Freunde, Arbeitskollegen und Nachbarn. Jeder Angriff auf sie, ist ein Angriff auf unsere gesamte offene Gesellschaft“, macht Sabrina Engelmann klar. Ihre Kollegin Hülya Selçuk-Tuna ergänzt: „Das „offen“ in Offenbach steht auch für schwule und queere Menschen.“
Die Grüne Fraktion äußert ihr Mitgefühl mit den betroffenen Personen und hofft darauf, dass die entsprechenden Behörden alles unternehmen, um die Täter zu fassen und zu sanktionieren.
Gerade diese Fälle zeigen aber, wie wichtig Opferschutz- sowie Präventions- und Aufklärungsarbeit ist.
„Leider zeigen auch diese Fälle, wie sehr wir die Antidiskriminierungsstelle und die queere Jugendarbeit brauchen. Beides waren langjährige Grünen-Projekte, die wir im Rahmen der vergangenen Ampelkoalition mit Hilfe unserer Koa-Partner umsetzen konnten. Besonders muss ich den Einsatz unserer Grünen Bürgermeisterin Sabine Groß hervorheben, die mit der queeren Jugendarbeit zum ersten Mal überhaupt in Offenbach ein städtisches Angebot für queere Menschen ins Leben gerufen hat! Nach dem Wegfall der Hauptförderquelle, konnte sie deren Finanzierung noch für ein weiteres Jahr in reduziertem Rahmen sichern. Wir fordern von der neuen SPD-CDU Koalition sich sowohl zur Arbeit der Antidiskriminierungsstelle als auch der queeren Jugendarbeit zu bekennen und das Angebot auszubauen!“, so die Grünen Fraktionsvorsitzende Engelmann.
Die Grünen Stadtverordnete Selçuk-Tuna ergänzt aus ihrer professionellen Perspektive als Pädagogin mit Erfahrung in der Schulsozialarbeit: „Während natürlich jetzt die Polizei und Justiz ihren Teil der Arbeit leistet, müssen wir als Stadt dort ansetzen, wo wir vorsorgend wirken können. Queere Jugendarbeit sollte nicht nur ein Angebot für die Jugendlichen und jungen Erwachsenen der LGBTIQ*-Community sein. Sie sollte auch in die Schulen gehen, um alle Jugendlichen aufzuklären: Über queere Menschen und die Grundregel unserer freiheitlichen und demokratischen Gesellschaft, in der sich alle frei entfalten können. Dass solche Arbeit erfolgreich sein kann, zeigen die mit Preisen ausgezeichneten Projekte wie SheRoes und HeRoes. Dafür muss man aber den Mitarbeitenden in der queeren Jugendarbeit die Möglichkeiten geben, durch eine Verstetigung und Ausweitung der zur Verfügung stehenden Arbeitszeit!“
„Offenbach ist und bleibt eine weltoffene Stadt, in der Platz für alle Menschen ist. Dafür werden wir Grünen uns einsetzten und Flagge zeigen. Eine gute Möglichkeit bietet der erste Offenbacher CSD am 19. September, bei dem alle Offenbacher*innen, mit Kind und Kegel, mitziehen sollten. Aber es ist auch wichtig, dass wir alle in unserem alltäglichem Umfeld auf homo- und transfeindliche Ausfälle reagieren und solidarisch sind mit Minderheiten, die nur wegen ihrer sexuellen Identität diskriminiert werden“, schließt die Fraktionsvorsitzende Sabrina Engelmann.