Die Koalition aus SPD, Grünen und FDP hat Offenbach in den vergangenen fünf Jahren spürbar vorangebracht. Die Bestätigung dieser erfolgreichen Zusammenarbeit durch die Wählerinnen und Wähler bei der Wahl am 15. März ist ein deutliches Signal: „Diese Koalition hat der Stadt gutgetan. Es gab keine Wechselstimmung. Selbst die größte Oppositionspartei, die CDU, konnte im Wahlkampf keine Themen setzen“, stellen die beiden Parteivorsitzenden der Grünen, Elmar Werner und Regina Umbach-Rosenow, unisono fest.
„Für uns gibt es keine inhaltlichen Gründe, die Kooperation nicht fortzusetzen. Der SPD geht es einzig und alleine darum, einen weiteren Posten im hauptamtlichen Magistrat zu bekommen! Die CDU ist Statistin und eine positive Entwicklung der Stadt gerät aus dem Blick“, betonen Werner und Umbach-Rosenow. Im Gegenteil: Die Erfolge sprechen für sich. Offenbach verzeichnet die höchsten Arbeitsplatzzahlen seit über 50 Jahren, zahlreiche neue Kitaplätze, Schulneubau und -sanierungen und die Ganztagsbetreuung an Grundschulen wurden auf den Weg gebracht. Mit dem Investitionsprogramm bei der EVO, insbesondere im Energiewerk, setzten wir konsequent auf Klimaneutralität bis 2040. Umwelt- und Klimaschutz sind integraler Bestandteil jeder Entscheidung, etwa bei der Ansiedlung von Rechenzentren und Neubauvorhaben. Eine besondere Stärke der Offenbacher Ampel war, dass ihre unterschiedlichen Interessenschwerpunkte und Blickwinkel die ganze Breite der Offenbacher Stadtgesellschaft spiegelten und erarbeitete Lösungen in die unterschiedlichen politischen Lager anschlussfähig waren. Hinter den Kulissen wurde das ein oder andere Mal gerungen, am Ende stand immer ein austarierter Kompromiss im Interesse Offenbachs. Offenbach hat
sich überregional zur Vorbildkommune entwickelt. Dies lag wesentlich daran, dass vertrauensvoll kooperiert und respektvoll miteinander umgegangen wurde. Auch, dass interne Aushandlungsprozesse nichtöffentlich blieben stärkte das Vertrauen der Bevölkerung in die Politik. Überregional ist das Bild der Stadt auch deshalb positiv, weil die hauptamtlichen Dezernent:innen im Interesse Offenbachs an einem Strang zogen und nicht zerstritten waren. Das ist in vielen Kommunen leider nicht selbstverständlich.
Beispiel hierfür ist die erfolgreiche und breit getragene Lösung für die KWU-Türme. Sie steht sinnbildlich für viele Themen der Ampel. Dort wird nun neuer und dringend benötigter Wohnraum geschaffen, mit einem deutlichen Anteil sozial geförderten Wohnraums. Eine Kita wurde eingeplant und damit sich die Finanzsituation durch Gewerbeansiedlungen verbessern kann, wurden auch hierfür Flächen festgelegt. Bei diesem Vorhaben haben alle Koalitionspartner für sie wichtige gestalterische, verkehrliche, ökologische, soziale und energietechnische Aspekte eingebracht und dies in einem Umfang, der die Umsetzung des Vorhabens wirtschaftlich ermöglicht.
Weitere Beispiele sind der Umgang mit Rechenzentren. Zum Wohle der Stadt wurde hier gesteuert, aber nicht verhindert. Der Wilhelmsplatz wurde zu einem lebens- und liebenswerten Ort mit wachsender Aufenthaltsqualität für alle Bürgerinnen und Bürger.
Die Parteivorsitzenden sind sich mit den Fraktionsvorsitzenden, Sabrina Engelmann und Tobias Dondelinger, einig: „Die SPD hat sich nach intensiven Konsultationen in den letzten Tagen für eine Koalition mit der CDU entschieden. Für uns steht fest: Die Gründe liegen nicht in sachlichen oder thematischen Differenzen in der Ampel. Es gab keinen Punkt, der in der Sondierung strittig war oder offen blieb. Es kann daher ausschließlich darum gegangen sein, dass die SPD nur in einer Koalition mit der CDU ein weiteres Dezernat selbst besetzen kann. Die CDU war in den letzten fünf Jahren weder als Oppositionskraft noch im Wahlkampf wahrnehmbar. Innovationskraft und Problemlösungen sind von dort nicht zu erwarten. Für uns Grüne bleibt die Überzeugung, dass die Fortführung der bewährten Ampel-Koalition zum Wohle Offenbachs die bessere Wahl gewesen wäre. Das ziellose und rückwärtsgewandte GroKo-Einerlei aus Bund und Land ist nicht das, was Offenbach braucht, wie der jüngste Beschluss der Landesregierung zur Streichung von Lehrerstellen in Offenbach eindrucksvoll belegt.“
Die Parteivorsitzenden sind sich einig: „Wir werden in Zukunft keine inhaltsleere und fantasielose Oppositionspolitik wie die CDU in den letzten fünf Jahren betreiben, sondern Fehlentwicklungen aufzeigen und Alternativen für die Herausforderungen Offenbachs präsentieren.“