Bieber-Waldhof: Grünen-Forderung bestätigt – Starkes Quartiersmanagement soll endlich kommen

Luftbild von Bieber-Waldhof

Für Bieber-Waldhof bestimmte Mittel der Fehlbelegungsabgabe sollen nicht intransparent versickern

Gestern hat der Magistrat beschlossen Landesmittel für die Einrichtung eines Quartiersmanagements und die Gemeinwesenarbeit in Bieber-Waldhof zu beantragen. Hierzu erklärt Tobias Dondelinger, Fraktionsvorsitzender der Stadtverordnetenfraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Offenbach:

„Es ist überfällig, dass der Waldhof endlich ein vollwertiges Quartiersmanagement bekommt! Das ist genau das, was auch nach unserer Analyse gebraucht wird: Ein Quartiersmanagement stärkt den Zusammenhalt, aktiviert benachteiligte Gruppen und schafft nachhaltige Netzwerke. Es ist ein in Offenbach bewährtes Instrument, um soziale Spannungen zu überwinden und die Lebensqualität im Stadtteil zu verbessern. Die Menschen in Bieber-Waldhof verdienen es, von der Stadt stärker beachtet und gefördert zu werden. Denn der Stadtteil ist geprägt durch seine räumliche Verinselung und soziale Herausforderungen. Gleichzeitig ist die sogar im Offenbacher Durchschnitt junge Bevölkerung ein wichtiges Potenzial, dass wir nicht brachliegen lassen wollen.“

Die Grüne Fraktion hatte bereits vor über zwei Monaten mit einem Antrag in der Stadtverordnetenversammlung gefordert, Mittel der Fehlbelegungsabgabe zum einen gezielt in die Finanzierung eines adäquaten Quartiersmanagements zu investieren und zum anderen weitere investive sowie soziale Maßnahmen zur Gestaltung des Wohnumfelds zu erarbeiten. Die Fraktion sieht sich durch den aktuellen Magistratsbeschluss in diesem Ansatz bestätigt. Die Bewerbung der Stadt um Landesmittel kann als vorweggenommene Erfüllung der ebenfalls enthaltenen Forderung, sich um Fördermittel zu bemühen, gesehen werden. In der Stadtverordnetenversammlung am heutigen 27.08.2026 wird über den Vorschlag der Grünen debattiert.

Corinna Sieczka, grüne Stadtverordnete und Mitglied im Haupt- und Finanzausschuss hebt hervor: „Die Gelder, die für Bieber-Waldhof vorgesehen waren, müssen weiterhin direkt dort ankommen, wo sie gebraucht werden: bei den Menschen in diesem Viertel! Gerade wenn das Quartiersmanagement größtenteils über Landesmittel finanziert wird, entstehen wertvolle finanzielle Spielräume. Das Quartiersmanagement vor Ort ist ein wertvolles Werkzeug zur Beteiligung der Bürger*innen. Gemeinsam mit ihnen können wir den Bedarf abklopfen und investive Maßnahmen für dieses Quartier im Umbruch identifizieren. Das sanierungsbedürftige Gebäude des Jugendzentrums „Treff Waldhof“ ist sicher eine davon.“

Dondelinger unterstreicht, dass das Quartiersmanagement unabhängig von der Landesförderung benötigt wird und kommen muss: “Gut, dass der Magistrat gestern die Notwendigkeit schon erkannt hat. Aber um die investiven Mittel zu sichern und auch für den Fall vorzusorgen, dass die Landesförderung nicht nach Offenbach fließt, müssen die Stadtverordneten heute folgerichtig auch unserem Antrag zustimmen.“

Corinna Sieczka und Tobias Dondelinger schließen: „Ein Quartiersmanagement bietet mehr Chancen für Teilhabe und starke Nachbarschaften in Bieber-Waldhof. Mit dem Grünen Antrag in der Stadtverordnetenversammlung sichern wir die Finanzierung ab und das Geld aus der Fehlbelegungsabgabe wird gezielt dort eingesetzt, wo es den Menschen im Waldhof wirklich dient. Das ist unser grüner Maßstab für eine gerechtere und lebendigere Stadtentwicklung.“

Den Antrag zum Thema finden Sie unter folgendem Link: Grüner Änderungsantrag –  Einsatz von Mitteln der Fehlbelegungsabgabe – Ottersfuhrstraße / Am Kandel hier:  sowie der zugrundeligende Magistratsantrag  Einsatz von Mitteln der Fehlbelegungsabgabe – Ottersfuhrstraße / Am Kandel hier: Änderung Grundsatzbeschlüsse

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